Ladestation Checkliste Besichtigung – Wallbox & E-Mobilität Vor-Ort-Aufnahme
Wallbox- und Ladesäulen-Projekte scheitern selten an der Hardware – fast immer an einer unvollständigen Vor-Ort-Aufnahme: vergessene Standplatzmaße, unbekannte Hausanschluss-Reserve, fehlende Information zu Kabelwegen, Lastmanagement oder Förderfähigkeit. Diese Checkliste erfasst alle relevanten Punkte einer professionellen Besichtigung für Ladeinfrastruktur: Auftraggeber und Auftragnehmer mit Projekt-Nr., Mobilitätskonzept (Fahrzeuge, Nutzung, Stand- und Fahrzeiten, Plug & Charge), Standortinformationen (Neubau/Bestand, Bauplan, Stellplatzanzahl, Aufstellort), Elektroinstallation (Hausanschluss, Zählerschrank, Leitungsweg, Verlegeart), Lastmanagement und PV-Kopplung, Förderoptionen (KfW, BAFA, Länder) sowie Foto-Dokumentation, Anmerkungen und beidseitige Touch-Unterschrift von Auftraggeber und Elektrofachbetrieb.

Wann lohnt sich eine strukturierte Besichtigungs-Checkliste?
Immer dann, wenn vor einem Wallbox- oder Ladesäulen-Angebot mehr als nur „eine Wallbox an die Garage“ steht. Typische Anlässe:
- Private Wallbox-Installation im Ein- oder Mehrfamilienhaus
- Mehrfamilienhaus / WEG: Gemeinschaftsanlage mit mehreren Stellplätzen und Lastmanagement
- Gewerbe und Flotten: Mitarbeiter-, Pool- und Besucherparkplätze
- Hotels, Restaurants und Handel: öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur (Eichrecht, Abrechnung)
- Tiefgaragen und Quartierslösungen mit zentralem Lastmanagement
- Förderanträge KfW 442 / 439, BAFA, Länder-Programme – komplette Standort- und Konzeptdokumentation erforderlich
- Erweiterung bestehender Anlagen: Lastreserve und Anbindung an PV / Speicher bewerten
Pflichtinhalte der Vor-Ort-Aufnahme
Eine belastbare Besichtigungs-Checkliste deckt drei Ebenen ab – Nutzungskonzept, Standort und Elektroinstallation – und endet mit einer rechtssicheren Unterschrift:
- Auftraggeber und Auftragnehmer: Firma, Anschrift, Ansprechpartner, Kontakt, Projekt- bzw. Auftrags-Nr.
- Mobilitätskonzept: Fahrzeugmodelle und -anzahl, Nutzung (Flotte, Pool, privat, Besucher), Stand- und Fahrzeiten, gewünschte Ladeleistung, Plug & Charge / ISO 15118
- Standort: Neubau oder Bestand, Bauplan / Grundriss vorhanden, Anzahl und Größe der Stellplätze, Aufstellort innen/außen, Witterung, Erweiterbarkeit
- Elektroinstallation: Hausanschlusswert (Ampere/kVA), Zählerschrank-Reserve, Leitungslängen und Verlegeart (Erdkabel, Kabeltrasse, UP/AP), FI/RCD Typ A EV oder B, Schutzkonzept
- Lastmanagement: statisch / dynamisch, Sub-Verteiler, OCPP-Anbindung, Backend, PV-Überschussladen, Stromspeicher
- Eichrecht und Abrechnung: bei öffentlicher / halböffentlicher Ladung – MID/Eichrechtskonformität, Roaming, Hubject
- Förderfähigkeit: KfW 442, KfW 439, BAFA, Länder- und Kommunalförderung – Voraussetzungen prüfen
- Foto-Dokumentation: Zählerschrank, Hausanschluss, Aufstellort, Leitungsweg, Stellplatz
- Anmerkungen, offene Punkte, vereinbarte Folgeschritte und Termin für Angebot
- Ort, Datum, Touch-Unterschrift von Auftraggeber und Elektrofachbetrieb
Was passiert ohne saubere Vor-Ort-Aufnahme?
Ohne strukturierte Checkliste landen falsche Annahmen direkt im Angebot – und werden später teuer korrigiert: unzureichende Leitungsdimensionierung, fehlendes Lastmanagement in der WEG, vergessene FI-Anforderung Typ B, nicht eingeplante Kernbohrungen oder ein Hausanschluss, der die geplante Ladeleistung gar nicht hergibt. Bei Förderanträgen (KfW, BAFA) führen lückenhafte Standortunterlagen zur Ablehnung oder Rückforderung. Eine vollständige, fotografisch belegte und unterschriebene Besichtigungs-Checkliste ist die Grundlage für ein belastbares Angebot, eine reibungslose Installation und einen genehmigten Förderbescheid.
Digital aufnehmen statt Excel-Liste im Auto
Klassisch wird die Besichtigung auf Papier oder in einer Excel-Liste erfasst, Fotos liegen im Handy, Maße auf dem Notizzettel – die Übertragung ins Angebot dauert Stunden und Details gehen verloren. ProtocolHero erstellt die Ladestation-Checkliste direkt am Tablet vor Ort: Auftraggeber und Standortdaten aus dem CRM vorausgefüllt, Pflichtfelder pro Abschnitt geführt, Maße und Werte direkt eintippen, Fotos aus der Kamera mit automatischer Zuordnung zu Hausanschluss, Zählerschrank, Leitungsweg und Aufstellort. Lastmanagement, Plug & Charge und Fördermöglichkeiten als strukturierte Auswahl, beidseitige Touch-Unterschrift, automatischer PDF-Versand an Auftraggeber und Projektakte sowie revisionssichere Archivierung mit eindeutiger Protocol-ID. Das Folgeangebot greift direkt auf die strukturierten Daten zu – kein Abtippen, keine Rückfragen.
Häufige Fragen
Brauche ich für jede Wallbox eine Vor-Ort-Besichtigung?
Für eine einzelne 11-kW-Wallbox in einem Einfamilienhaus mit modernem Zählerschrank und kurzem Leitungsweg reicht oft eine telefonische Vorklärung plus Fotodokumentation durch den Kunden. Sobald Mehrfamilienhaus, WEG, Gewerbe, mehrere Ladepunkte, Lastmanagement, PV-Kopplung oder Förderanträge im Spiel sind, ist eine Vor-Ort-Aufnahme Pflicht – sonst entstehen im Angebot Annahmen, die später zu Nachträgen, Verzögerungen oder Ablehnungen beim Netzbetreiber führen. Die Besichtigung ist außerdem die Grundlage für die Anmeldung beim Verteilnetzbetreiber (VNB) gemäß § 19 NAV bzw. Genehmigung ab 12 kVA.
Muss eine Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden?
Jede Wallbox ab 3,7 kW ist gemäß § 19 NAV beim Netzbetreiber anmeldepflichtig. Anlagen mit Bemessungsleistung über 12 kVA (typisch alle 22-kW-Wallboxen) sind zusätzlich genehmigungspflichtig – ohne Zustimmung des Netzbetreibers darf die Anlage nicht in Betrieb gehen. Die Besichtigungs-Checkliste liefert alle Angaben, die für die VNB-Anmeldung benötigt werden (Standort, Leistung, Steuerbarkeit nach § 14a EnWG ab 2024, Lastmanagement, Hausanschlusswert) – das spart einen separaten Erhebungstermin und beschleunigt die Genehmigung.
Welche Fördermittel gibt es aktuell für Wallboxen und Ladesäulen?
Die Förderlandschaft ändert sich schnell – aktuell relevant sind insbesondere KfW 442 (Solarstrom für Elektroautos, Kombi aus PV, Speicher und Wallbox), KfW 439 (Wallbox für Wohngebäude, je nach Programmstand), BAFA-Programme für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur sowie zahlreiche Länder- und Kommunalförderungen. Voraussetzung ist immer eine vollständige Standort- und Konzeptdokumentation inklusive technischer Daten, Kostenaufstellung und Nachweisen – genau dafür ist die Besichtigungs-Checkliste die Grundlage. ProtocolHero erzeugt ein durchgängig nummeriertes Protokoll, das sich als Anlage zum Förderantrag verwenden lässt.
Wann ist Lastmanagement zwingend nötig?
Immer dann, wenn die Summe der maximalen Ladeleistungen aller Wallboxen den verfügbaren Hausanschlusswert übersteigt – typisch im Mehrfamilienhaus, in Tiefgaragen, bei Flotten- und Mitarbeiterparkplätzen. Statisches Lastmanagement verteilt eine feste Maximalleistung; dynamisches Lastmanagement misst den Restverbrauch im Gebäude und passt die Ladeleistung permanent an. Mit § 14a EnWG (steuerbare Verbrauchseinrichtungen, Pflicht für Neuanlagen ab 2024) bekommt der Netzbetreiber zudem die Möglichkeit zur Direktsteuerung – die Steuerbarkeit muss bei der Besichtigung mit erfasst und im Angebot eingeplant werden.
Welche Schutzeinrichtungen müssen mit installiert werden?
Pro Ladepunkt ist nach DIN VDE 0100-722 ein eigener FI-Schutzschalter erforderlich – mindestens Typ A EV (mit DC-Fehlerstromerkennung 6 mA) oder Typ B, wenn die Wallbox die DC-Erkennung nicht intern abdeckt. Hinzu kommen Leitungsschutzschalter passend zur Ladeleistung, Überspannungsschutz, ggf. RCD-MOD-Geräte und Schalt- bzw. Steuerleitungen für Lastmanagement und § 14a-Schnittstelle. Welche konkrete Kombination nötig ist, hängt vom Herstellertypblatt der Wallbox ab – die Besichtigungs-Checkliste hält Hersteller, Modell und Zählerschrankzustand fest, damit die Schutzkonfiguration im Angebot korrekt eingeplant werden kann.
Kann ich die Checkliste vor Ort offline ausfüllen?
Ja. ProtocolHero funktioniert offline – Stammdaten, Vorlagen und teilweise ausgefüllte Protokolle liegen lokal auf dem Tablet und werden samt Fotos und Touch-Unterschriften automatisch synchronisiert, sobald wieder Netz verfügbar ist. Das ist gerade für Tiefgaragen, Trafostationen und Neubauten ohne stabilen Empfang wichtig: die Besichtigung muss nie unterbrochen werden, es entstehen keine Papier-Zwischenformulare, und das Angebot lässt sich direkt nach der Synchronisierung auf Basis der strukturierten Daten erstellen.
Was ProtocolHero zusätzlich für dich übernimmt
Eine Vorlage allein ist erst der Anfang – ProtocolHero macht aus jedem Protokoll einen durchgängigen digitalen Workflow mit KI-Unterstützung, Workflow-Freigaben und revisionssicherem Archiv.
HERO Assistant – KI-Chat für Dokumentenerstellung
Der HERO Assistant ist der eingebaute KI-Chat von ProtocolHero. Du kannst per Spracheingabe ein komplettes Protokoll anlegen lassen ("Erstelle mir einen neuen Protokoll für Kunde Müller, Baustelle Elbstraße"), oder ein bestehendes PDF / Foto / Word-Dokument hochladen – die KI liest die Struktur aus und baut eine wiederverwendbare Vorlage daraus.
Auto-Fill aus Sprache, Foto und Datei
Beim Ausfüllen kannst du das Protokoll per Sprachsteuerung diktieren – die KI ordnet die Inhalte automatisch den richtigen Feldern zu. Oder du lädst Fotos, Scans, Verträge, Datenblätter oder Ausweise hoch (z. B. Arbeitsvertrag + Personalausweis beim Personalfragebogen, Typenschild beim Wartungsprotokoll, Lieferschein beim Bautagesbericht): Der HERO Assistant extrahiert die Daten und befüllt das Formular vor – du prüfst und unterschreibst.
Foto- und Video-Upload direkt im Dokument
Zu jedem Bauteil, Messpunkt oder Schadensbild kannst du Fotos und Videos direkt aus der App anhängen. Videos sind besonders nützlich, wenn ein Schadensbild dynamisch ist (laufendes Wasser, tropfende Leitung, ungewöhnliche Geräusche an einer Anlage) – ein einzelnes Standbild würde den Befund nicht ausreichend dokumentieren.
Kommentare als Aufgaben – intern und mit dem Kunden
Jede Position im Protokoll kann kommentiert und als Aufgabe an einen Kollegen, an dich selbst oder direkt an den Kunden zugewiesen werden ("bitte fehlendes Datenblatt nachreichen", "Mangel bis 15.06. beheben"). Kommentare können wahlweise rein intern bleiben oder im freigegebenen Kundenlink mitgeteilt werden.
Workflow: Bearbeiter zuweisen, Prüfer freigeben
Dokumente lassen sich an Kollegen weiterleiten ("zur Vervollständigung an den Monteur", "zur Endkontrolle an den Meister") und können einen festen Prüfer haben, der die letzte fachliche Freigabe erteilt, bevor das Protokoll unterschrieben oder an den Kunden geht.
Activity-Log für lückenlose Nachvollziehbarkeit
Jedes Protokoll hat einen vollständigen Aktivitäts-Verlauf: Wer hat wann was geändert, kommentiert, hochgeladen, freigegeben, unterschrieben. Das Log ist auf Wunsch auch im Kunden-Freigabelink sichtbar – ideal für Auditoren, Versicherer und Kunden, die die Entstehung des Dokuments nachvollziehen wollen.
Eindeutige Protocol-ID je Dokument
Jedes Protokoll bekommt automatisch eine eindeutige Protocol-ID, mit der es sich zweifelsfrei referenzieren, verlinken und im Audit-Trail wiederfinden lässt.
Automatische Berichts-Nummerierung
In KürzeFortlaufende, lückenlose Berichts-Nummern (z. B. Protokoll-2026-001, 002, 003 …) je Dokumenttyp und Kunde – ohne manuelles Vergeben, ohne Dubletten.
Web-Formular & Inbox
In KürzeVorlagen lassen sich als öffentliches Web-Formular auf der eigenen Website einbinden – ein ausgefülltes Protokoll (z. B. Anfrage, Schadensmeldung, Auftragsbestätigung) landet automatisch in deiner ProtocolHero-Inbox zur Weiterbearbeitung.
QR-Code-Etiketten für Anlagen und Bauteile
In KürzeQR-Code-Etiketten pro Anlage / Bauteil / Abschottung, die beim Scannen direkt das hinterlegte Protokoll, die Historie und alle Wartungs- bzw. Prüfdokumente öffnen.



