Prüfung elektrischer Anlagen – Vorlage nach VDE 0100-600 & 0105-100
Die wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen ist die Kerntätigkeit jedes Elektrobetriebs – und gleichzeitig der dokumentationsintensivste Teil. DIN VDE 0100-600 regelt die Erstprüfung nach Errichtung, DIN VDE 0105-100 die Wiederholungsprüfung im Betrieb. Beide verlangen ein prüffähiges Protokoll mit Netzform, Schutzmaßnahmen, Messwerten und einer vollständigen Anlagenstruktur. Diese Vorlage bringt beide Normen unter einen Hut – inklusive E-Check, DGUV V3 und BetrSichV als zusätzliche Prüfgrundlagen.

Was die Vorlage abdeckt – auf einen Blick
Anstatt für jede Prüfgrundlage ein separates Formular zu pflegen, fasst die Vorlage alle gängigen Prüfanlässe in einem Protokoll zusammen. Der Prüfer wählt per Klick aus, was zutrifft:
- DIN VDE 0100-600: Neuanlage / Änderung / Erweiterung
- DIN VDE 0105-100: Wiederholung / Instandsetzung
- Sonstige Grundlagen: E-Check, DGUV Vorschrift 3, BetrSichV
- Stammdaten von Auftraggeber und Auftragnehmer, Auftragsnummer, Auftragsdatum
- Beginn der Prüfung mit Ort, Datum und Uhrzeit
- Netzbetreiber (z. B. WestNetz, Bayernwerk, Stromnetz Berlin)
- Netz: 230/400 V – 50 Hz (oder abweichende Konfiguration)
- Netzsystem: TN-C, TN-S, TN-C-S, TT oder IT
- Anlagenstruktur mit Mietern, Zählerschränken, Stromkreisen und Messpunkten
Erstprüfung vs. Wiederholungsprüfung – wo der Unterschied liegt
Die Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 erfolgt nach Errichtung, wesentlicher Änderung oder Erweiterung einer Anlage. Sie umfasst Besichtigen, Erproben und Messen aller relevanten Schutz- und Funktionsmerkmale. Ohne erfolgreiches Erstprüfprotokoll darf der Netzbetreiber den Zähler nicht setzen – es ist also harter Werkserfolg im Sinne des BGB-Werkvertragsrechts.
Die Wiederholungsprüfung nach DIN VDE 0105-100 prüft die unveränderte Bestandsanlage im laufenden Betrieb. Sie ist Pflicht für den Betreiber (BetrSichV §3, §14) und wird in vielen Branchen alle 1–4 Jahre fällig. Hier geht es nicht um Werkserfolg, sondern um Beweissicherung gegenüber Behörden, Berufsgenossenschaft und Versicherer.
Beide Prüfungen verlangen denselben Aufbau: Stammdaten, Schutzmaßnahmen, Messwerte, Bewertung, Unterschrift. Die Vorlage bildet beides parallel ab und steuert per Auswahl die Pflichtfelder.
Anlagenstruktur mit Stromkreisen – warum das Gold wert ist
Der häufigste Schwachpunkt in Prüfprotokollen ist die fehlende oder unvollständige Anlagenstruktur. Wer nur 'Wohnung EG: alles in Ordnung' notiert, hat im Streitfall nichts dokumentiert. Die Vorlage erzwingt eine saubere Hierarchie:
Dadurch ist auf einen Blick erkennbar, welcher Mieter, welcher Verteiler und welcher Stromkreis tatsächlich gemessen wurde – und welche Werte erreicht wurden. Bei der nächsten Wiederholungsprüfung kann diese Struktur als Vorlage geladen werden, statt jedes Mal bei Null anzufangen.
- Objekt-Ebene: Mieter, Wohnungseinheit, Etage
- Verteiler-Ebene: Zählerschrank, Unterverteilung, RCD-Gruppen
- Stromkreis-Ebene: einzelne Endstromkreise mit Bezeichnung
- Messwert-Ebene: Schleifenimpedanz, RCD-Auslösestrom, RISO, Durchgang Schutzleiter
Was die digitale Vorlage in der Praxis spart
Eine ehrliche Rechnung aus dem Elektroalltag: Eine Wohnungs-Wiederholungsprüfung mit drei Räumen und sechs Endstromkreisen dauert mit Papierprotokoll und anschließender Übertragung ins Office am Abend rund 75–90 Minuten – davon entfallen 25–35 Minuten reine Verwaltung (übertragen, Messwerte sortieren, ausdrucken, Stempel, ablegen).
Mit der digitalen Vorlage in ProtocolHero läuft das anders: Der Prüfer öffnet die letzte Prüfung dieses Objekts, übernimmt die Anlagenstruktur mit einem Klick, misst, schreibt Werte ein und beendet das Protokoll auf der Baustelle mit Unterschrift. Aufwand vor Ort: 50–60 Minuten. Verwaltung im Büro: null. Bei einem Monteur mit acht Wohnungsprüfungen pro Woche entspricht das einer Ersparnis von rund drei Arbeitsstunden pro Woche – knapp 150 Stunden pro Jahr.
Bei einem Betrieb mit fünf prüfenden Elektrikern sind das 750 Stunden Verwaltung im Jahr, die in zusätzliche abrechenbare Prüfungen umgewandelt werden können.
Rechtssicherheit – was Sachverständige und Berufsgenossenschaft sehen wollen
Im Schadensfall (Brand, Personenschaden, Wasserschaden durch elektrische Ursache) prüft ein Sachverständiger das Prüfprotokoll auf drei Punkte: lückenlose Anlagenstruktur, nachvollziehbare Messwerte mit Grenzwertbezug und eine eindeutig zugeordnete Unterschrift mit Datum und Ort. Genau diese drei Punkte sind in der Vorlage als Pflichtfelder hinterlegt – ein Protokoll kann nicht abgeschlossen werden, ohne dass sie befüllt sind. So entstehen keine 'halbfertigen' Berichte, die im Ernstfall den Haftungsausschluss kosten.
Häufige Fragen
Welche Norm gilt für die Prüfung elektrischer Anlagen?
Für die Erstprüfung nach Errichtung, Änderung oder Erweiterung gilt DIN VDE 0100-600. Für die wiederkehrende Prüfung im Betrieb gilt DIN VDE 0105-100, in Kombination mit BetrSichV und DGUV Vorschrift 3. E-Check (vom ZVEH) und nationale Prüfsiegel bauen auf diesen Normen auf. Die Vorlage deckt alle Varianten ab und lässt den Prüfer pro Auftrag auswählen, welche Grundlagen greifen.
Wie oft muss eine Wiederholungsprüfung erfolgen?
Die Fristen ergeben sich aus DGUV Vorschrift 3, BetrSichV und der Gefährdungsbeurteilung des Betreibers. Typische Richtwerte: ortsfeste Anlagen in Bürogebäuden alle 4 Jahre, auf Baustellen jährlich, in Schulen und Krankenhäusern alle 4 Jahre, FI-Schutzschalter halbjährlich durch Betätigung der Prüftaste. In Wohngebäuden wird der E-Check alle 4 Jahre empfohlen.
Was sind die wichtigsten Messwerte im Protokoll?
Schleifenimpedanz Zs (für Abschaltbedingung), RCD-Auslösestrom IΔN und Auslösezeit (für RCD-Funktion), Isolationswiderstand RISO (≥ 1 MΩ bei 500 V Prüfspannung für Endstromkreise), Niederohmwiderstand des Schutzleiters (Durchgangsprüfung). Die Vorlage hat für jeden Messwert ein eigenes Feld inklusive Grenzwert-Referenz.
Muss der Auftraggeber im Protokoll unterschreiben?
Nicht zwingend – die Prüfung ist eine Leistung des prüfenden Elektrofachbetriebs und wird von der verantwortlichen Elektrofachkraft unterschrieben. Eine Gegenzeichnung durch den Auftraggeber ist aber Best Practice und sinnvoll, sobald Mängel festgestellt wurden und der Betreiber zur Mängelbeseitigung aufgefordert wird. Die Vorlage hat dafür ein separates Unterschriftsfeld.
Wie übergebe ich das Protokoll an den Auftraggeber?
Direkt in ProtocolHero per Share-Link (so wie die Live-Vorschau oben), als PDF-Export mit eigenem Briefkopf oder als gesammelte Jahresmappe. Der Auftraggeber braucht keinen Account, öffnet das Protokoll im Browser und kann es revisionssicher archivieren.
Kann ich Messwerte aus meinem Messgerät direkt einlesen?
Ja – ProtocolHero unterstützt den Import von Messdaten gängiger Hersteller (Gossen Metrawatt, Fluke, Benning) über CSV oder den herstellerspezifischen Export. Dadurch entfällt das händische Abtippen der Messwerte, was Fehler reduziert und nochmal Zeit spart.
Was ProtocolHero zusätzlich für dich übernimmt
Eine Vorlage allein ist erst der Anfang – ProtocolHero macht aus jedem Protokoll einen durchgängigen digitalen Workflow mit KI-Unterstützung, Workflow-Freigaben und revisionssicherem Archiv.
HERO Assistant – KI-Chat für Dokumentenerstellung
Der HERO Assistant ist der eingebaute KI-Chat von ProtocolHero. Du kannst per Spracheingabe ein komplettes Protokoll anlegen lassen ("Erstelle mir einen neuen Protokoll für Kunde Müller, Baustelle Elbstraße"), oder ein bestehendes PDF / Foto / Word-Dokument hochladen – die KI liest die Struktur aus und baut eine wiederverwendbare Vorlage daraus.
Auto-Fill aus Sprache, Foto und Datei
Beim Ausfüllen kannst du das Protokoll per Sprachsteuerung diktieren – die KI ordnet die Inhalte automatisch den richtigen Feldern zu. Oder du lädst Fotos, Scans, Verträge, Datenblätter oder Ausweise hoch (z. B. Arbeitsvertrag + Personalausweis beim Personalfragebogen, Typenschild beim Wartungsprotokoll, Lieferschein beim Bautagesbericht): Der HERO Assistant extrahiert die Daten und befüllt das Formular vor – du prüfst und unterschreibst.
Foto- und Video-Upload direkt im Dokument
Zu jedem Bauteil, Messpunkt oder Schadensbild kannst du Fotos und Videos direkt aus der App anhängen. Videos sind besonders nützlich, wenn ein Schadensbild dynamisch ist (laufendes Wasser, tropfende Leitung, ungewöhnliche Geräusche an einer Anlage) – ein einzelnes Standbild würde den Befund nicht ausreichend dokumentieren.
Kommentare als Aufgaben – intern und mit dem Kunden
Jede Position im Protokoll kann kommentiert und als Aufgabe an einen Kollegen, an dich selbst oder direkt an den Kunden zugewiesen werden ("bitte fehlendes Datenblatt nachreichen", "Mangel bis 15.06. beheben"). Kommentare können wahlweise rein intern bleiben oder im freigegebenen Kundenlink mitgeteilt werden.
Workflow: Bearbeiter zuweisen, Prüfer freigeben
Dokumente lassen sich an Kollegen weiterleiten ("zur Vervollständigung an den Monteur", "zur Endkontrolle an den Meister") und können einen festen Prüfer haben, der die letzte fachliche Freigabe erteilt, bevor das Protokoll unterschrieben oder an den Kunden geht.
Activity-Log für lückenlose Nachvollziehbarkeit
Jedes Protokoll hat einen vollständigen Aktivitäts-Verlauf: Wer hat wann was geändert, kommentiert, hochgeladen, freigegeben, unterschrieben. Das Log ist auf Wunsch auch im Kunden-Freigabelink sichtbar – ideal für Auditoren, Versicherer und Kunden, die die Entstehung des Dokuments nachvollziehen wollen.
Eindeutige Protocol-ID je Dokument
Jedes Protokoll bekommt automatisch eine eindeutige Protocol-ID, mit der es sich zweifelsfrei referenzieren, verlinken und im Audit-Trail wiederfinden lässt.
Automatische Berichts-Nummerierung
In KürzeFortlaufende, lückenlose Berichts-Nummern (z. B. Protokoll-2026-001, 002, 003 …) je Dokumenttyp und Kunde – ohne manuelles Vergeben, ohne Dubletten.
Web-Formular & Inbox
In KürzeVorlagen lassen sich als öffentliches Web-Formular auf der eigenen Website einbinden – ein ausgefülltes Protokoll (z. B. Anfrage, Schadensmeldung, Auftragsbestätigung) landet automatisch in deiner ProtocolHero-Inbox zur Weiterbearbeitung.
QR-Code-Etiketten für Anlagen und Bauteile
In KürzeQR-Code-Etiketten pro Anlage / Bauteil / Abschottung, die beim Scannen direkt das hinterlegte Protokoll, die Historie und alle Wartungs- bzw. Prüfdokumente öffnen.



